Erotikartikel für Behinderte
Wir also in unseren Kleintransporter und ab nach Berlin. Das Navi leitete uns bis direkt vor die Haustür des besagten Interessenten.
Wir klingeln, es meldet sich die Gegensprechanlage. Ja? Moin – wir sind´s – wir waren verabredet. Sollen wir die Puppen gleich mit hochbringen? Jo könnt ihr machen!
![]() Silikonpuppe von 1stPC wird verpackt |
![]() Silikonpuppe Natalie fertig verpackt |
Die Puppen selbst haben wir in einem länglichen Karton (160 x 40 x 36 cm) verpackt. Hätte uns jemand gefragt was drin sei, hätten wir zum Beispiel Boxen für eine Stereoanlage sagen können. Wir betraten die Wohnung und uns kam gleich ein kleiner Schäferhund entgegen, der wohl in der Ausbildung zum Blindenhund war. Nach einem kurzen auflockernden Gespräch haben wir eine Puppe auf einer Art Kummode und die andere auf einem Sessel platziert. Der Interessent bat uns dann, ihn für kurze Zeit alleine mit den Puppen zu lassen, damit er sich sich ansehen bzw. ertasten könne. Wir haben dann gesagt, dass wir nach draußen vor die Tür gehen und eine rauchen würden. In ca. 5 Minuten wären wir wieder zurück.
Nach 5 Minuten klingelten wir wieder an der Haustür und man öffnete uns. Ich musste mich wundern, denn dieser (blinde) Interessent schien mir die Silikonpuppen wesentlich genauer erfassen zu können, als ein Sehender. Er sprach uns direkt auf noch so winzige produktionsbedingte Silikonnähte an, die andere nie bemerkt haben. Ich erklärte ihm, dass dies in dieser Preisklasse (ca. 3.500 EUR) ganz normal sei. Insgesamt gab es verschiedene Momente in denen ich echt passen musste. Fragen wie: “Ich fühle, dass der linke Arm am Ellenbogen ein ganz klein wenig dünner ist als der rechte. Woran liegt das” konnte ich wirklich nur mit einem stotterigen “Ich sehe da gar keinen Unterschied aber ich werde mich gern mal beim Hersteller erkundigen” beantworten. Was ich dann übrigens auch gemacht habe. Am Ende ist aus dem Interessent ein Kunde geworden und alle waren Glücklich
Apropos Glücklich: Ich weis nicht, ob wir diesen Kunden wirklich glücklich gemacht haben. Aber In Sachen “glückliches” Sexualleben konnten wir ihm auf jeden Fall dienlich sein.
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